2. August 2021

Liebes Tagebuch,

vor einigen Jahren habe ich einen Mann zur Pflege aufgenommen. Wir haben uns auch von Anfang an gut verstanden und da wir ja auch verpflichtet waren, damals richtig ne Biographie zu schreiben, frage ich gerne während der Pflege schonmal so einige Dinge ab, damit es sich anhört wie ein Verhör. Mir ist es ja mal passiert, dass eine Dame mir keine Auskunft geben wollte, weil sie Angst hatte, dass ich mich dann ja bei der Pflege nicht mehr mit ihr unterhalten würde. Und wenn es dann einmal ein ganz gutes Verhältnis ist, egal ob ich einen Mann oder eine Frau pflege, frage ich auch immer ganz direkt: „Haben Sie ihren Ehepartner betrogen.“ Zum Glück sagen 95% nein. Aber es gibt auch ein paar, die sagen: „Ja!“ Vor vielen Jahren hat mir eine Frau mal gesagt, dass solle ich aber nicht aufschreiben, weil auch ihre Kinder das nicht wissen und auch nicht erfahren sollen. Dieses Mal war es eben dieser Mann, dem auch diese Frage stellte. Und er äußerte: „Ja, muss ich leider zugeben. Ich habe meine Frau zweimal betrogen.“ Natürlich schimpfte ich mit ihm (mit einem Lächeln – denn es steht mir ja gar nicht zu zu urteilen). Daraufhin erzählte er, dass sie früher nach der Arbeit immer in der Kneipe waren und der Wirt hatte zwei Töchter. Und die hießen Leni und Resi und ich brach vor Lachen zusammen. Und ich meinte zu ihm: „Und da haben Sie beide Töchter vernascht?“ Aber er sagte ganz schnell: „Nee, nee, nee, nur mit der Leni bin ich zweimal im Keller verschwunden.“ Er wüsste auch, dass er sich damit nicht gerühmt hat und er würde sich auch heute noch dafür schämen.
Und, liebes Tagebuch, wie die Geschichte weitergeht, erzähle ich Dir das nächste Mal.

Deine
Stephanie Fricke


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