6. Oktober 2017

Liebes Tagebuch,

vor zwei Tagen war unser Tag so anstrengend, dass uns alles wehtat. Schwester Lilli klagte über Nackenschmerzen, mir taten die Hüften weh, dem anderen die Hände, Petra war total k.o. und müde. Und alle klagten über Bauchschmerzen.
Denn als Team waren wir auf der Bowling-Bahn und haben dort auch lecker gegessen. Froh gelaunt und voller Motivation kamen wir dort an, legten auch direkt los. Und immer nach dem Motto: „Wir spielen um zu gewinnen.“
Damit wir auch schöne Kraft hatten, bestellten wir uns auch was leckeres zu Essen. Es gab Pizza, Hamburger, Pommes, Wraps und natürlich als Nachtisch: Dicke Eisbecher. Nach zwei Stunden waren wir alle so müde und kaputt. Und uns taten die Knochen weh, als hätten wir den ganzen Tag gearbeitet. Wir haben aber beschlossen, dass es nicht an unserem zunehmenden Alter liegt :-) , sondern an den ungewohnten Bewegungen beim Bowling-Sport. Solche Abende tun uns als Team doch immer gut. Mal außerhalb der Arbeit zusammen sein, mal quatschen, lachen und einfach mal abzuschalten.

Wir sind schon gespannt auf unsere nächsten Unternehmungen. Und Karin, unsere Spaßbeauftragte – so haben wir wie genannt, lässt sich sicherlich wieder etwas Schönes einfallen.

An dieser Stelle möchte ich im Namen unseres Teams auch einmal einen herzlichen Dank an Karin richten.

Deine Stephanie Fricke

28. September 2017

Liebes Tagebuch,

jeden Donnerstag essen wir gemeinsam im Team zu Mittag. Seit ein paar Wochen bestellen wir das Mittagessen bei einem Menü-Service, der Senioren, Schulen, Kindergärten und halt auch Firmen beliefert.
Die Woche über liegt die Speisekarte für uns im Büro aus und jeder schaut doch oft darauf und grübelt, was er denn nun wählen soll. Denn sechs verschiedene Gerichte ist doch schon eine schöne Auswahl. Bis mittwochs mittags müssen wir uns dann entschieden haben. Oftmals steht auch eine Zahl, die durchgestrichen ist und durch eine andere ersetzt wurde, auf dem Bestellzettel. Donnerstags wird nun das Essen gebracht, punkt viertel nach 12 ausgepackt und dann geht immer das große Schauen los, nach rechts und links: „Was hast Du?“ “ Schmeckt es?“ „Sind da Zwiebeln drauf?“ „War das Tsatsiki mit dabei?“ und so weiter…Und jeder denkt, und das wird natürlich auch besprochen: „Ach wenn ich Deins so sehe, hätte ich das doch auch lieber genommen.“ Vielleicht hört es auch mal auf. Dann, wenn wir es geschafft haben, alle Gerichte, die der Service bietet, durchprobiert zu haben.

Und eins kann ich Dir versprechen, liebes Tagebuch, wir werden uns Mühe geben und kein Gericht auslassen.

Deine Stephanie Fricke

22. September 2017

Liebes Tagebuch,

noch eine Geschichte aus der Sauna:

Ich saß dort mit meiner Mutter, meiner Freundin und meiner Tochter. Mit in der Sauna war noch eine Frau mit ihrer, ich denke mal, so vierzehnjährigen Tochter. Also, wir alle saßen so darum und sagten kein Wort. Und das ist ja wieder für mich die beste Gelegenheit, auf irgendeinen Blödsinn zu kommen. Also fing ich an, mich zu kratzen. Erst unten an den Beinen, dann oben. Erst mit einer Hand, dann mit beiden. Und natürlich hatte ich bald die volle Aufmerksamkeit der fünf anderen. Also sagte ich dann: „Der Arzt sagte, es wird wieder schlimmer und es ist doch ansteckend.“ Meine Freundin und meine Tochter und die Mutter des anderen Kindes mussten sofort lachen. Aber das andere Mädchen und meine Mutter guckten doch sehr erschrocken. Ich hatte natürlich meinen Spaß dabei und meine Tochter sagte mal wieder zu mir „Mama, Du bist peinlich. Dich kann man nirgendwo hin mitnehmen.“ Darauf antwortete ich: „Wieso, an diesen Saunabesuch werden wir uns noch lange erinnern.“ Und das ist doch eine nette Sache.

Deine Stephanie Fricke

15. September 2017

Liebes Tagebuch,

heute erzähle ich Dir eine kleine schöne Geschichte, die vor ein paar Wochen erlebt habe:

Ich war mit meiner Nachbarin Ute im Cabrio in der Sauna. Schräg links vor mir saß eine ältere Dame. Ich denke so 70 plus. Ich schaute sie mir etwas näher an und stellte fest: Die Füße nicht mehr ganz gerade, die Zehen verformt, an den Beinen sah man deutlich die Blutgefäße und ein paar Krampfadern, der Badeanzug mit einem Blumenmuster, aber dezent, goldene Ohrringe und grau-marmorierte Haare. Jou, dachte ich, so sehen auch unsere Patienten aus. Ich bin jetzt 48 und auf dem besten Weg dorthin. Mit dem ging die Tür auf und zwei Damen, eine ältere und eine jüngere, betraten die Sauna. Und beide kamen augenscheinlich aus dem nahen Orient. Und beide sprachen auch eine andere Sprache als ich. Die ältere Dame setzte sich neben die schon erwähnte andere Dame. Und somit konnte ich auch diese ein wenig beobachten. Und ich stellte genau das gleiche fest: Die Füße nicht mehr ganz gerade, die Zehen verformt, an den Beinen sah man deutlich die Blutgefäße und ein paar Krampfadern, der Badeanzug mit einem Blumenmuster, aber dezent, goldene Ohrringe und grau-marmorierte Haare.  Dabei wurde mir doch deutlich: Wenn wir nur den Menschen betrachten, unabhängig von seiner Herkunft, seiner Religion oder Erziehung oder sonst was, sind wir doch alle gleich. Hinter mir stand dann ein junger Mann auf. Gr0ß, schlank, muskulös und gut aussehend. Halt ein „Sahneschnittchen“. Beide Damen schauten auf. Er ging an ihnen vorbei und verließ die Sauna. Sie schauten ihn sich beim Rausgehen an – von oben bis unten und hinterher. Ich musste dann innerlich so lachen und hab gedacht: „Sie mal an: 75 plus und wir Menschen sind so gleich.“

Liebes Tagebuch, lieber von uns sollte doch, bevor er über einen anderen urteilt, ihn erst einmal kennenlernen. Denn egal – wie ich schon gesagt habe – woher jemand herkommt, welche Religionszugehörigkeit er hat oder sonst was. Wenn wir nur den Menschen betrachten, sind wir alle gleich. Und ich denke, auch nicht nur vom äußeren, sondern auch vom Inneren: Wir möchten alle keinen Krieg, keine Gewalt, keinen Hunger und keine Verfolgung. Sondern wir möchten in Ruhe leben können mit Familie, Freunden und vor allem mit ganz viel Liebe.

Deine Stephanie Fricke

6. September 2017

Liebes Tagebuch,

heute erzähle ich Dir eine kleine Geschichte von einer Patienten, Schwester Lilli und mir:

Und diese Geschichte fängt schon witzig an, weil Schwester Lilli gar nicht dabei war. Sie hatte Urlaub und ich betreute eine Patientin für sie in Vertretung. Am Freitag fragte diese Patientin, wer denn nächste Woche kommt. Und ich antwortete ihr: „Das steht noch in den Sternen.“ Sie schaute recht verdutzt. Und ich erklärte ihr, dass Schwester Lilli eigentlich ab Montag wieder nach ihrem Sommerurlaub arbeiten muss. Aber dass ich gerne hätte, dass Schwester Lilli ihren Urlaub noch um eine Woche verlängert. Die Patientin meinte dazu, das wäre doch schön. „Ja,“ erklärte ich ihr. „Aber Sie kennen doch Schwester Lilli. Sie hat einen Dickkopf und somit ist noch nicht sicher, wer sich von uns beiden durchsetzen wird. Sie sehen dann am Montag Morgen, wer von uns beiden gewonnen hat.“
Die Patienten meinte, darauf sei sie dann doch schon gespannt, wer kommt. Am Montag Morgen klingelte ich. Die Dame öffnete die Tür, sah mich und musste herzhaft laut lachen. Und bemerkte, dass sie es richtig gut findet, dass ich mich doch durchgesetzt habe und somit Schwester Lilli ihren Urlaub noch um eine Woche verlängern musste. Ich erklärte ihr: „So ganz einfach war es nicht. Aber ich habe gekämpft wie ein Löwe.“ Die Patientin äußerte, ich solle gut auf Schwester Lilli achtgeben und aufpassen. Sie hätte doch so viel um die Ohren und ist so ein lieber Mensch. Genau das waren ja meine Beweggründe, zu erreichen, dass Lilli noch eine Auszeit bekommt.

Deine Stephanie Fricke

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