25. November 2020

Liebes Tagebuch,

letzte Tage habe ich bei einer wirklich älteren Dame ein Neuaufnahmegespräch geführt. Bei so einem Gespräch frage ich auch immer nach biografischen Daten wie z.B. „Haben Sie eine Ausbildung gemacht?“, „Haben Sie geheiratet?“, „Haben Sie Kinder?“ usw. Und seit einigen Monaten habe ich mir angewöhnt, die Damen und Herren zu fragen: „Wer hat denn mehr gearbeitet früher, die Männer oder die Frauen?“ Die Frauen antworten immer sofort und direkt: „Wir Frauen natürlich! Wir haben Haus, Hof, Kinder und Mann versorgt und wir waren auch noch berufstätig!“ Wenn ich die Männer frage, kommt erst immer ein so: „Mmmmh…“ – ein kurzes Nachdenken und dann, wenn sie ehrlich sind, müssen Sie sagen: „Die Frauen.“ Schon erstaunlich, die Emanzipierung hat uns nicht viel gebracht. Nach wie vor sind die Frauen das Geschlecht mit der größeren Arbeitsbelastung. Haus, Hof, Kinder, berufstätig sein, den Mann glücklich machen und dabei noch gut aussehen.

Deine Stephanie Fricke

16. November 2020

Liebes Tagebuch,

da ist mir doch ein großer faux pas passiert: Ich habe mir neue Schuhe für die Arbeit bestellt, denn wir gehen ja auf den Winter zu und Corona bedingt lüften wir ja auch sehr viel. Und weil ich ja immer vorne im Büro sitze und unsere Tür meist offen steht, bekomme ich halt auch schnell kalte Füße. Somit bestellte ich mir also schöne, dicke, warme, grüne, neue Schuhe. Da hatten dann natürlich auch alle meine Kollegen und Patienten Verständnis für. Mein faux pas dabei war aber: Grüne Schuhe zusammen mit lila, flieder oder roten Kasaks geht ja nunmal gar nicht. Also musste ich ja noch einmal farbneutrale, graue, warme Winterschuhe haben. Als ich das dann meinen Kolleginnen und Patientinnen erzählte, hatten diese natürlich sofort Verständnis für mich. Als ich es aber meinen männlichen Patienten und Kollegen erzählte, schüttelten diese nur den Kopf. Meinten, ich spinne und ich würde nur übertreiben.

Wir Frauen verstehen uns halt.

Deine Stephanie Fricke

10. November 2020

Liebes Tagebuch,

Corona hat uns fest im Griff.
Fast täglich gibt es neue Verordnungen. Testpflicht, Test anbieten, pro Patient pro Woche, Mitarbeiter pro Woche oder bei Symptomen. Oder auch noch ein Testkonzept erarbeiten… Man weiß schon nicht mehr, wo einem der Kopf steht, wie man es richtig macht oder auch nicht. Wie leicht waren doch die AHA Regeln.

Unsere Jugend zuhause leidet massiv. Uni nur online, nicht rausgehen, kein Kino, keine Party, kein Club. Treffen mit Kommilitonen nur auf Abstand und so weiter. Ich persönlich komme bis jetzt zwar ganz gut durch. Ich vermisse unser wöchentliches Schwimmen gehen und natürlich die Ausfahrt mit dem Wohnmobil. (Zu geschäftlichen Zwecken ist Reisen ja erlaubt, da hatte meine Nachbarin mit einem Augenzwinkern die Idee: „Lass uns doch zum Outlet-Center nach Süddeutschland fahren. Das ist doch dann ein geschäftlicher Zweck.“)

So schlimm wie das für viele auch ist, aber solange wir gesund bleiben und wir wohl bald einen Impfstoff bekommen werden, können wir die Corona-Pandemie überstehen. Wir halten weiterhin durch und bleiben diszipliniert.

Deine Stephanie Fricke

30. Oktober 2020

Liebes Tagebuch,

letzte Tage war ich bei einer Patientin und stellte die Tabletten. Sie saß mit mir am Tisch (mit ausreichendem Abstand) und wir unterhielten uns nett. Daraufhin hatte sie eine Frage. Sie ist in einem kleinen Klübchen mit vier Frauen, die sich regelmäßig gegenseitig besuchen zum Kaffeetrinken. Und diese Woche sei sie dran. Daraufhin blickte ich sie direkt böse an und sie sagte: „So hat mein Hausarzt auch geschaut, als ich ihn gefragt habe.“ Ich sagte ihr, ich würde ihr empfehlen, sich auf keinen Fall mit dem Damen zu treffen. Sie gehört aufgrund ihrer Erkrankungen und ihres Alters absolut zur Risikogruppe. Aber da klar ist, dass jeder Sozialkontakte braucht, schlage ich ihr doch vor, dass sie sich mit einer Dame trifft, draußen spazieren geht, sich eine Bank suchen, eine sitzt rechts und eine links mit Abstand. Dann können sie sich aber noch nett unterhalten. Dann gehen sie noch ein Stück zusammen und dann geht jede wieder alleine für sich nach Hause. Daraufhin lachte sie etwas, weil genau das hatte ihr Arzt ihr auch geraten. Sie meinte dann noch, wir wären uns ja einig und sie würde dann auch auf unseren Rat hören. Ich erklärte ihr dann, dass sie mit 75 Jahren schon zur Risikogruppe gehört. Daraufhin musste sie wieder schmunzeln und sagte, sie sei doch schon 92! Das wusste ich natürlich, aber die Dame ist noch wirklich rüstig und sieht jünger aus. Da konnte ich ihr schmeicheln und ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

28. September 2020

Liebes Tagebuch,

ich habe Dir ja schon mal geschrieben, dass, wenn die Menschen sich so verhalten würden, wie sie es in ihren schlauen Sprüchen in den sozialen Netzwerken posten, wäre die Welt deutlich besser.
Heute möchte ich Dir mal etwas zeigen, was ich gelesen habe und es auch ganz witzig finde.
Ich als Legastenikerin musste zwar zweimal lesen, aber habe es dann auch verstanden und musste auch schmunzeln.

Ich mag meine
Familie kochen
und meine Katze

Quelle: #wirliebenSatzzeichen, Duden

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