16. April 2021

Liebes Tagebuch,

die Geschichte geht weiter:

Unser Martin hat sie natürlich begleitet. Und das hat auch wunderbar geklappt. Die Dame erzählte uns am nächsten Tag: Hätte sie keine Begleitung gehabt, dann wäre sie niemals zurecht gekommen. Sie hatte sich am ersten Point angemeldet und die Mitarbeiter dort suchten nun ihren Namen, aber konnten diesen natürlich nicht finden. Es wurden alle Unterlagen durchgeschaut, es wurde im PC nachgeschaut. Aber ihr Name war nirgends verzeichnet. Da kam die Dame zum Glück noch auf die Idee und zog die Vollmacht heraus, die sie ja von unserer anderen Patientin bekommen hatte. Somit konnte man ihr nun weiter helfen und sie konnte geimpft werden. Unser Martin begleitete sie von Stützpunkt zu Stützpunkt.
Es geht wie folgt vor: Am ersten Stützpunkt wird die Körpertemperatur jedes einzelnen gemessen. Dann gibt es genaue Linien am Boden, an denen man sich orientieren kann. So wird man zu jedem nächsten Stützpunkt geführt. Am zweiten werden die Daten von jedem Impfling aufgenommen und man erhält einen Anamnese- und Aufklärungsbogen zum Impfstoff. Die Wegweiser an Boden und Decke führen einen zu einem Wartebereich mit Stühlen und Tischen. Dort werden die Bögen ausgefüllt. Ist dieses erledigt, geht es zum dritten Stützpunkt. Dort gibt man alles ab, erhält dann eine Mappe mit einem weiteren Bogen und muss eine Nummer ziehen. Dann geht man wieder zurück in den Wartebereich und wartet bis seine Nummer aufgerufen wird. Ist man dann dran, geht man zum vierten Stützpunkt. Dort erfährt man, vor welcher Impfkabine man warten muss. Alle Impfkabinen sind durchnummeriert. Wenn man vom Arzt aufgerufen wird, wird mit ihm zuerst das Aufklärungsgespräch geführt. Dann erhält man von ihm oder einer medizinischen Fachkraft die Impfung. Diesen Impfraum verlässt man auf der gegenüberliegenden Seite des Eingangs. Dort befindet sich wieder ein Wartebereich. Denn jeder Impfling muss mindestens 15 Minuten oder auch länger, je nach Vorerkrankung, dort noch warten, ob eventuell Impfreaktionen auftreten. Damit ist es aber noch nicht abgeschlossen. Sondern dort gibt es noch einen weiteren Stützpunkt. Da muss man sich abmelden. Dann kann man das Impfzentrum verlassen und nach Hause fahren. Und man kann sich nun freuen, dass schon mit der ersten Impfung ein gewisser Schutz erzielt worden ist.
Wir vom Steverteam waren ja auch schon dort im Impfzentrum. Und waren sehr begeistert von der Organisation, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der dortigen Mitarbeiter. Auch unser Martin, als Begleiter, sagte, dass alles sehr entspannt, ruhig und freundlich abgelaufen ist. Das schöne war aber auch, dass für unseren Martin, der ja ein Motorsportfan ist, dort die tollen Sportwagen von Wiesmann ausgestellt sind. Er meinte, das wäre bestimmt das schönste Impfzentrum in Deutschland.

Und damit endet die Geschichte immer noch nicht.
Denn nächste Woche erzähle ich Dir, wie es mit der Zweitimpfung weitergeht.

Deine Stephanie Fricke

23. März 2021

Liebes Tagebuch,

heute mal eine Impfgeschichte:

Wir betreuen eine Dame, die schon 86 Jahre alt ist und somit schon eine Zeit lang zu den Impfberechtigten zählt. Von Beginn an versuchte sie telefonisch einen Termin zu erhalten, was ihr nicht gelang.

Wir betreuen noch eine Dame, die 84 Jahre alt ist. Und diese Dame bat uns, für sie einen Impftermin auszumachen und sie dann auch zu begleiten. Nachdem unsere Seniorenbetreuerin für diese Dame einen Impftermin hatte, kam aber auch die Enkeltochter und hatte für sie auch einen Termin abgemacht. Unsere Mitarbeiterin versuchte dann ihren Termin telefonisch wieder zu streichen, was ihr aber nicht gelang. Denn unter der Nummer 116 117 kann man nur Termine buchen, aber nicht stornieren und auch nicht umbuchen.
Somit hatten wir dann eine Dame ohne Termin und eine Dame mit zweien. Dann kam uns zum Glück die Idee, den Kreis Coesfeld direkt anzumailen, mit der Bitte den überflüssigen Termin umzubuchen. Aber auch der Kreis Coesfeld kann keine Termine umbuchen, jedoch gab man uns den Rat, dass die eine Dame der anderen Dame eine Vollmacht über ihre Impftermine gibt. Damit könne dann das Impfzentrum arbeiten und es gäbe auch keine Probleme. Nun hatten wir also auch einen Termin für unsere 86-jährige Patienten und diese war richtig glücklich. Datat sich aber das nächste Problem auf – wie zum Impftermin kommen. Auch hier konnten wir ihr weiter helfen und haben uns direkt bei der Gemeinde Senden gemeldet und für sie einen freiwilligen Impfbegleiter geordert. Und da wir wussten, dass mein lieber Nachbar, der Martin, sich dort als Freiwilliger gemeldet hatte, haben wir natürlich nach unserem Martin gefragt, ob der die Dame begleiten könne.

So liebes Tagebuch, und wie die Geschichte weitergeht, erzähle ich Dir nächste Woche :-)

Deine Stephanie Fricke

10. März 2021

Liebes Tagebuch,

letzte Tage morgens stand ich an der Kasse in einem Supermarkt von Senden und war gerade dabei, wieder meine Waren vom Band in den Einkaufswagen zu legen. Hinter mir stand ein offensichtlich älterer Herr und wartete in gebührendem Abstand bis er an die Kasse rantreten durfte. Mit dem kam ein Mitarbeiter von dem Supermarkt und hatte etwas zu Essen in der Hand für seine Pause, das er gerne an der Kasse bezahlen wollte. Der Rentner sah dies und ließ ihn dann vor mit den Worten: „Gehen Sie mal vor, Sie haben ja nicht so viel Zeit.“ Der Mitarbeiter bedankte sich sehr höflich und meinte: „Das ist ja sehr nett von Ihnen.“ Da erwiderte der Rentner mit einem Lächeln im Gesicht: „Sie sichern ja schließlich meine Rente, da lasse ich Sie gerne vor.“

Da musste auch ich schmunzeln und dachte: „Genauso geht es im Leben. Nur miteinander kommen wir weiter.“

Deine Stephanie Fricke

22. Februar 2021

Liebes Tagebuch,

zur Karnevalszeit essen wir im Münsterland ja ganz gerne Berliner. Und als ich letzte Tage beim Bäcker stand, lachten mich diese an. Verschiedene Sorten gefüllt mit Baleys, Eierlikör, Schoko, mit Gummibärchen, mit Pudding und natürlich die Normalen. Und da mir meine Patientin, die Fleischereifachverkäuferin, Schnitzelchen und Frikadellchen ausgegeben hatte, habe ich gedacht: „Zum Mittag erst ein Schnitzel und zum Nachtisch einen Berliner, das mögen doch fast alle gerne.“ Was ich aber nicht wusste, eine andere Patientin hatte uns auch Berliner ausgegeben. Somit hatten wir die doppelte Menge an Berliner und eine riesengroße Platte mit lecker gebratenem Fleisch. Mein Kollege Kevin fing also morgens an mit zwei Berlinern zum Frühstück und zum Mittagessen gab es für ihn abwechselnd Schnitzel und Berliner und die Mädels taten es ihm gleich. Somit war doch mittags zwar nicht alles, aber doch eine ganze Menge verputzt. Solche Tage sind natürlich auch mal schön, dürfen aber nicht zu oft werden, sonst können wir bald komplett zum Dienst rollen.

Glücklicherweise hat ja jetzt die Fastenzeit begonnen.

Deine Stephanie Fricke

15. Februar 2021

Liebes Tagebuch,

heute erzähle ich Dir, dass wir alle vom Steverteam Mobile Pflege geimpft sind. Letzte Woche Mittwoch ging es los mit den ersten fünf und am Sonntag waren die letzten von uns dran. Und wie es natürlich so ist, nehmen wir die Impfreaktionen auch alle mit. Die eine liegt zu Hause auf der Couch mit Schüttelfrost, die andere hat erhöhte Temperatur. Wiederum klagt eine über Gliederschmerzen, die nächste über Kopfschmerzen und ich habe eine angeschwollene, rote, juckende Einstichstelle. Und, nur oh Wunder, unsere Männer der Schöpfung klagen mal nicht. Normal heißt es doch bei jedem bisschen: „Männergrippe! Intensivstation!“ Aber unsere beiden Jungs sind ganz tapfer und kommen gut da durch. Im April steht unsere zweite Impfung an und in der Regel sind ja dann noch einmal bis zu 20% höhere Impfreaktionen zu erwarten. Mal schauen, wie es dann wird.

Aber wichtig zu erwähnen: Die Impfreaktionen nehmen wir gerne hin. Denn es sind ja keine Nebenwirkungen, sondern Reaktionen des Körpers, dass er den Impfstoff erkennt und reagiert.

Deine Stephanie Fricke

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